Künstliche Zähne aus dem 3D-Drucker – geht das wirklich?

12. Juli 2019 | Duo Dental Zahntechnik

Der 3D-Druck revolutioniert seit ein paar Jahren viele Branchen. Weltweit wird dem 3D-Druck ein enorm hohes Potenzial vorausgesagt. Auch wir bei Duo Dental Falkenstein arbeiten mit 3D-Druckern, doch einen definitiven Zahnersatz auf Knopfdruck zu fertigen, ist auch mit dieser Technologie nicht möglich.

 

Dem 3D-Druck werden viele Vorteile nachgesagt. So kann beispielsweise jedwede Geometrie digital gestützt gefertigt werden. In einer CAD-Software wird zunächst das Objekt konstruiert und als dreidimensionaler Datensatz abgespeichert. Diese Daten werden anschließend an den 3D-Drucker übergeben und aus dem virtuellen Objekt wird ein echter Gegenstand geschaffen. Hierbei gibt es verschiedene Arten des 3D-Drucks. Ein weiterer Vorteil ist, dass mit dem 3D-Druck materialsparender gearbeitet werden kann. Der Druck ist ein additiver Prozess, bei dem das benötigte Material schichtweise aufgetragen wird. Somit entstehen kaum Abfallprodukte. 3D-Drucker gibt es in unterschiedlichen Preisklassen und für verschiedenste Anwendungsbereiche. In unserem Dentallabor arbeiten wir mit Druckern, die höchste Genauigkeit bieten.

Der 3D-Druck im Dentallabor

Digitale Fertigungstechnologien sind bei Duo Dental Falkenstein seit vielen Jahren etabliert. Insbesondere in der CAD/CAM-Frästechnologie gehören wir mit zu den Pionieren. Aber: die digitalen Technologien sind immer nur eine Ergänzung zu dem manuellen Tun, welches in vielen Indikationen nach wie vor Bestand hat.

Grundsätzlich ist der 3D-Druck im Bereich des Zahnersatzes schon seit vielen Jahren möglich; ganz konkret das Lasersinterverfahren (SLM-Verfahren). Die Vorstellung der Technologie für den Druck von Metallen sorgte im November 2002 für Aufsehen. Spezielle Fertigungsdienstleister bieten den Druck von Kronen- und Brückengerüsten aus einer Metalllegierung an. Das gedruckte Metallgerüst wird dann vom Zahntechniker zu einem funktionellen, ästhetischen Zahnersatz fertiggestellt. Zudem wird im Dentalbereich seit Jahren die Stereolithografie (SL) angewendet.

Bis vor einigen Jahren waren 3D-Drucker mit einer für die dentale Anwendung entsprechenden Präzision der Industrie respektive großen Fertigungszentren vorbehalten. Mittlerweile werden die Geräte in einem günstigen Kosten-Nutzen-Verhältnis angeboten, sodass auch viele Dentallabore die Vorteile des 3D-Drucks nutzen können. Auch wir bei Duo Dental in Falkenstein arbeiten seit einiger Zeit mit dem 3D-Drucker.

Zahnersatz aus dem 3D-Drucker

Häufig ist in Medien von Zähnen aus dem 3D-Drucker die Rede. Leider jedoch ist es derzeit noch nicht möglich, einen definitiven Zahnersatz zu drucken. Grund ist nicht die Technologie an und für sich, sondern ist insbesondere den Materialien (Harze, Kunststoffe) geschuldet. Die photopolymerisierenden Materialien sind hinsichtlich ihres Einsatzes im Mundmilieu chemisch als kritisch zu betrachten. Hier lohnt sich ein kurzer Blick auf das Medizinproduktegesetz (MPG). Jeder Zahnersatz, der in einem deutschen Dentallabor gefertigt wird, muss den Richtlinien dieses Gesetzes entsprechen.

Für einen definitiven Zahnersatz werden Materialien benötigt, die zahnfarben aussehen sowie den hohen Kaukräften und den unterschiedlichen Einflüssen im Mund standhalten. Während der Tragedauer dürfen keine gesundheitsschädlichen Substanzen freigesetzt werden. Zudem müssen die Materialien eine glatte Oberfläche haben, um bakteriellen Anlagerungen (Plaque) entgegenzuwirken. Letztlich müssen ein praktikabler, wirtschaftlicher Herstellungsprozess gegeben sein und eine Präzision im Mikrometerbereich erzielt werden können. Alle diese Kriterien können von derzeitigen Druckermaterialien nicht vollumfänglich erfüllt werden.

3D-Druck bei Duo Dental Falkenstein

Und trotzdem ist der 3D-Drucker in unserem Labor zu einem wertvollen Kollegen geworden. Momentan drucken wir Hilfsstrukturen, wie z. B. Kiefermodelle, Implantatbohrschablonen oder Abformlöffel etc.). Damit können wir unseren Zahnarztkunden eine digitale Prozesskette bieten, die zusätzlich zur Effizienz auch eine hohe Präzision mitbringt.

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