Implantat-Bohrschablone im 3D-Druck

14. November 2018 | Duo Dental Zahntechnik

Der 3D-Druck etabliert sich auch im Laboralltag von Duo Dental Zahntechnik in Falkenstein mehr und mehr. Seit einiger Zeit drucken wir Implantat-Bohrschablonen basierend auf der virtuellen Planung der Implantatpositionen.

 

Digitale Prozesse haben die zahnärztliche Implantologie sowie die Implantatprothetik nachhaltig verändert. So können zum Beispiel mit einer modernen Implantat-Planungssoftware die Implantatpositionen dreidimensional exakt auf die prothetischen Anforderungen sowie auf die anatomischen Gegebenheiten abgestimmt werden. Wir von Duo Dental beschäftigen uns seit Jahren mit der Implantatprothetik und stehen Zahnärzten als kompetenter Partner zur Seite. Unter anderem bei der Planung einer Implantattherapie schätzen Zahnärzte unsere hohe Expertise. In enger Interaktion mit dem Zahnarzt erarbeiten wir vor dem chirurgischen Eingriff die optimale Implantatposition. Das Vorgehen haben wir bereits in einem Artikel beschrieben.

Zunehmend können nun die einzelnen digitalen Bausteine zu einem lückenlosen Workflow zusammengeführt werden. So ist es beispielsweise möglich, die DICOM-Daten der Planung zu exportieren und direkt im Labor weiterzubearbeiten. Auf diesem Weg haben wir vor einiger Zeit das digitale Herstellen von gedruckten Bohrschablonen im Laboralltag etabliert. Diese Dienstleistung wird immer häufiger von Zahnärzten in Anspruch genommen, denn die Vorteile sind vielfältig (Sicherheit, Präzision, Flexibilität, Effizienz).

Was kommt nach der digitalen Planung?

Nach der virtuellen Planung der Implantatpositionen zusammen mit dem Zahnarzt bzw. nach einer zahnärztlichen Freigabe unseres Planungsvorschlags verarbeiten wir den Datensatz aus der Implantat-Planungssoftware direkt im Labor weiter. Basierend auf den geplanten Implantatpositionen konstruieren wir in der CAD-Software eine individuelle Bohrschablone, wobei sich das Design an den Wünschen des Implantologen (z. B. skelettartiges Design, Sichtfenster, grazile oder stabile Gestaltung etc.) orientiert. Auf Wunsch wird die konstruierte Schablone via TeamViewer mit dem Implantologen abgestimmt.

Drucken der Bohrschablone

Die finalen Konstruktionsdaten der Bohrschablone (STL) exportieren wir in die CAM-Software des 3D-Druckers. Im additiven Verfahren wird nun die Bohrschablone gedruckt. Verwendet wird ein spezielles Kunststoff- bzw. Harzmaterial. Nach einer adäquaten Reinigung und der abschließenden Polymerisation werden je nach Implantatsystem die Bohrhülsen in der Schablobe verklebt.

Vorteile Zahnarzt, Patient, Labor

Digital gefertigte Bohrschablonen haben eine äußerst hohe Präzision, sodass die Implantate im Mund exakt nach Planung in den Kiefer inseriert werden können. Die Daten aus der virtuellen Planung können quasi 1:1 in den Mund überführt werden. Dies bietet eine hohe Sicherheit während des chirurgischen Eingriffs. Wir als Labor sind mit der Inhouse-Fertigung von Bohrschablonen sehr flexibel und können z. B. das Zeitmanagement besser kalkulieren als bei einer Fremdfertigung.

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